Milli – Wurde einfach ihrem Schicksal überlassen – VERMITTELT

24. November 2014 - Glückstiere - erfolgreich vermittelt - 0 Kommentare

Update Oktober 2015
Milli, Ljolik und Gisele wohnen jetzt bei Daniela in Stuttgart. Sie haben sich sehr schnell bei Daniela eingelebt und ihr neues Frauchen so lieb gewonnen, dass sie auch nachts bei ihr im Bett mitschlafen möchten. Wir danken Daniela sehr für die unkomplizierte Abholung der Tiere am Frankfurter Flughafen und dafür, dass sie sich von den früheren Krankheiten der Tiere nicht abschrecken ließ. Bisher bleiben Ljolik und Gisele dank toller Forsorge von Daniela gesund und merken von ihren früheren Blasenproblemen absolut nichts.

 

Millis Geschichte beginnt sehr traurig. Unsere Moskauer Kollegin Lilia hatte an diesem Spätsommertag eine alte Katze an Krebs verloren als sie spät abends der Anruf ihrer Nachbarin erreichte: „Lilia, kannst Du bitte eine Katze aufnehmen? Eine kleine rote Katze sitzt im 9. Stock des Nachbarhauses und miaut fürchterlich…sie tut mir so leid.“

Lilias Antwort darauf war: „Du hast doch zuhause selbst nur eine Katze – Du kannst diese Katze genauso retten wie ich. Bei Dir hätte es die Katze viel schöner als bei mir mit meinen 20 Pflegekatzen.“

Doch die Nachbarin entgegnete nur: „Ach nein, ich kann diese Katze nicht aufnehmen, sonst ist meine ganze Wohnung mit Katzenhaaren verseucht. Und ich würde dann doppelt so viel Streu und Futter brauchen, das kostet ja alles Geld. Und was ist, wenn diese Katze krank ist? Ich selbst kann dieser Katze auf keinen Fall helfen“.

Diese Nachbarin wusste nicht, dass Lilia solche Anrufe oft mehrmals am Tag bekommt und es ihr gar nicht möglich ist alle bedürftigen Katzen aufzunehmen. Diese Nachbarin fand einfach sie hat ihre Pflicht getan. Sie war anscheinend der Meinung, dass es bei Lilia mit ihren mindestens 20 Pflegekatzen egal ist, da sie ohnehin schon viele Katzenhaare in ihrer Wohnung hat und die eine neue Pflegekatze neben den 20 Anderen zu füttern und gesund zu pflegen (falls diese krank ist) fällt ja gar nicht mehr ins Gewicht.

Lilia schimpfte mit der Nachbarin, doch das Gewissen dieser Person schlief schon tief und fest – vielleicht hatte sie auch gar kein Gewissen. Lilia wagte sich also ins Nachbarhaus in den neunten Stock. Die gerade erst an Krebs verstorbene alte Pflegekatze hatte ja einen Pflegeplatz frei gemacht und damit dem Kätzchen vermutlich das Leben gerettet. Das kleine rote Kätzchen trug ein Ungezieferhalsband, dem es entwachsen und deshalb das Band viel zu klein geworden ist. Das Halsband war so eng, dass das Kätzchen beim Atmen behindert wurde. Es schaute Lilia mit großen Augen an und lief sofort in den angebotenen Transportkorb so als wüsste es, dass dies seine Rettung sei.

Die ersten Tage war die kleine Milli wie ein Igel, der sich mit seinen Stacheln vor allem Unbekannten schützt. Sie vertraute keinem Menschen, offensichtlich saß der Verrat ihrer Familie zu tief in ihrem Herzen, sie konnte nicht nachvollziehen warum sie plötzlich ausgesetzt wurde. Nach und nach hat Milli aber begriffen, dass Lilia ihr nichts Böses möchte und taute langsam auf. Mittlerweile ist der menschliche Verrat völlig vergessen und Milli freut sich auf jede Streicheleinheit, die sie von Lilia bekommt. Milli ist sehr menschenbezogen und liebevoll ihrem Menschen gegenüber, man muss ihr nur die nötige Zeit geben um das nötige Vertrauen zu fassen. Mit anderen Katzen kommt Milli sehr gut klar und kann sich ein Zusammenleben mit anderen Katzen oder auch ein Leben als Einzelkatze, wenn sie genug Aufmerksamkeit und Beschäftigung bekommt, vorstellen. Diese rote Katze ist auch wunderbar mit Hunden und Kindern verträglich. Wie jede junge Katze ist Milli aktiv und spielt gerne. Aktive Phasen gleicht sie aber durch Entspannungsphasen aus. Man sagt, dass rote Kätzinnen sehr selten sind (normalerweise sind nur die Kater rot). Allgemein gilt ja das Sprichwort, dass eine rote Katze immer Glück ins Haus bringt. Wer also einer roten weiblichen Katze ein Zuhause schenkt, dessen Zuhause bekommt die doppelte Portion an Glück zurück.

Milli ist ca. 1 Jahr alt (Stand November 2014), weiblich (kastriert), geimpft, gechipt und entwurmt. Milli sucht eine liebevolle Familie, die ihr eine reine Wohnungshaltung anbieten kann.

Milli befindet sich auf der Pflegestelle in Moskau, sobald wir ein schönes Zuhause für sie finden, wird sie mit einem Flugpaten nach Deutschland kommen.

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Update Januar 2015:
Aktuelle Fotos von Milli. Wie man sieht, versteht sich die Kleine prima mit den Hunden.

Milli und Pauli

Milli und Hund